Bally – die wechselhafte Geschichte eines Schweizer Modelabels

Freitag, 29. März 2019

Von der Erstbesteigung des  Mount Everest bis in die grossen Modemetropolen – mit qualitativ hochwertigen Modellen gelangte der Schweizer Schuhhersteller Bally zu weltweitem Ruhm. Die Ausstellung «Bally – Das Geschäft mit dem Schuh» im Museum für Gestaltung Zürich blickt auf die Firmengeschichte zurück und zeigt die wechselhafte Geschichte des Schweizer Schuh- und Modelabels bis hin zur Gegenwart.

Die Firmengeschichte geht zurück bis ins Jahr 1851, als Carl Franz Bally im solothurnischen Schönenwerd die Schuhmanufaktur Bally gründete mit dem Bestreben, hochwertige Materialien mit herausragender Handwerkskunst und ansprechendem Design zu vereinen. Bally wurde zu einer Erfolgsgeschichte, und die Schweizer Schuhe waren in allen Metropolen der Schweiz zuhause. In den 1930er-Jahren tanzte Charlie Chaplin in Bally Schuhen und trat auch in der Werbung auf, und die ersten Menschen auf dem Mount Everest, Sir Edmund Hillary und Sherpa Tenzing Norgay, trugen Rentierschuhen von Bally. 

In den Siebzigerjahren aber setzte der Niedergang ein, Bally wurde mehrmals verkauft und gehörte zwischenzeitlich sogar dem Rüstungskonzern Oerlikon-Bührle. Seit 2018 gehört die Firma einem chinesischen Textilunternehmen. Bally ist wieder eine renommierte Luxus-Marke, auch wenn die Herstellung nicht mehr in der Schweiz erfolgt.

Die Ausstellung «Bally – Das Geschäft mit dem Schuh» im Museum für Gestaltung Zürich ist vom 14. März bis zum 11. August 2019 im Toni-Areal zu sehen.